„Gut Ding will Weile haben“ – unter diesem Motto könnte man den Antrag der CDU-Fraktion zusammenfassen, eine Streuobst- bzw. Hochzeitswiese in Hockenheim einzurichten. Denn bereits vor neun Jahren hatte man denselben Antrag eingereicht, der es damals aber nie zur Umsetzung geschafft hat.


Initiatorin ist wie 2012 erneut Stadträtin Bärbel Hesping: „Eine Hochzeitswiese geht auf den alten Brauch zurück, dass Hochzeitspaare einen Obstbaum pflanzen beziehungsweise spenden als Symbol für Kraft, Stärke und Beständigkeit in der Ehe“. Doch es geht um mehr, als nur um einen alten Brauch wiederzubeleben: Ziel ist vielmehr die Umwandlung einer städtischen Brach- oder Grünfläche in eine ökologisch wertvolle Streuobstwiese, die Lebensraum für Insekten und Vögel bietet und somit zur Bekämpfung des Insektenschwunds und Stärkung der Artenvielfalt beitragen kann.

Als einen möglichen Standort könnte sich CDU-Stadträtin Aline Kramer die Wiese am HÖP-Gelände vorstellen, beispielsweise entlang des Weges entlang des HÖPs zur Rudolf-Harbig-Halle: „Somit wäre die Streuobstwiese mitten in der Stadt und für alle Spaziergänger sichtbar“. Geht es nach Dagmar Kramberg dann könnten neben Hochzeitspaaren auch Privatpersonen oder Vereine einen solchen Baum spenden und die Hochzeitswiese zu einer Bürgerwiese erweitern. Und sollte das vorgesehene Grundstück nicht ausreichen, so ist man sich sicher, dass man in Hockenheim weitere brachliegende Grundstücke finden wird.

Nach dem Willen der CDU Hockenheim sollte die Spende ausreichen zum Kauf und zur Anpflanzung eines Setzlings sowie zur Pflege für ein Jahr. Damit will man auch die Kosten für die Stadt gering halten, was angesichts der finanziellen Situation der Stadt notwendig ist. Und die CDU-Verantwortlichen wollen auch ihren Beitrag beisteuern, damit die Streuobstwiese ein Erfolg wird.

„Bleibt zu hoffen, dass unser Antrag diesmal in den städtischen Gremien besprochen und – vorbehaltlich deren Zustimmung– auch umgesetzt wird“, so Bärbel Hesping abschließend.

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