Pflegeheim St. Elisabeth stellt 70 gebrauchte Pflegebetten zur Verfügung / CDU Hockenheim bittet um Spenden für den Konvoi der Hoffnung e.V.

Schon seit vielen Jahren führt die CDU Hockenheim Sammlungen für den Konvoi der Hoffnung e.V. durch, eine gemeinnützige Hilfsorganisation aus Oberhausen-Rheinhausen, die vor allem Projekte in Osteuropa, aber auch in Afrika unterstützt.

Mit einem öffentlichen Spendenaufruf zugunsten des Vereins wollen die Christdemokraten rund um die stellvertretende Vorsitzende Bärbel Hesping dafür sorgen, dass die Betten des Pflegeheims St. Elisabeth eine erneute Verwendung finden. Aufgrund des vorübergehenden Umzugs in das Pflegeheim in der Rathausstraße sowie dem Abriss und Neubau des St. Elisabeths werden insgesamt 70 Pflegebetten frei. Dem Pflegeheimleiter Markus Hübl war es ein Bedürfnis, dass diese Betten wiederverwendet und nicht etwas verschrottet werden müssen: „Die Betten sind in Ordnung, entsprechen aber leider nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Es wäre sehr schade und alles andere als nachhaltig, wenn wir solche Betten entsorgen müssten.“

Bärbel Hesping vermittelte die Anfrage gerne an den Konvoi-Vorsitzenden Manfred Rölleke, der zusammen mit seinem Stellvertreter Bernhard Schilling umgehend einen Abnehmer fand: Das St.-Elisabeth-Heim in Kozármislenyein (deutsch: Mischlen) würde diese Betten gerne nehmen. 200 km südwestlich von Budapest gelegen benötigt das Pflegeheim dringend Pflegebetten zur Erstausstattung.

In der Kleinstadt mit etwa 6.000 Einwohnern leitet eine gemeinnützige GmbH eine Einrichtung für Tagespflegestätten und Essenslieferungen. Künftig sollen Übernachtungsplätze und Pflegeplätze für Kurzzeit- und Langzeitpflege angeboten werden.

Auf Nachfrage erfuhren die Christdemokraten, dass in Ungarn üblicherweise normale Erwachsenen- und keine Pflegebetten in Alten- und Pflegeheimen verwendet werden. „Oft sind diese sehr niedrig, so dass die Bewohner selbst nur schwer aufstehen können oder das Personal sich ständig tief bücken muss, um die Bewohner zu pflegen“, berichtet Bernhard Schilling, der die Situation vor Ort von eigenen Besuchen kennt. Oft sei es auch normal, dass die Pflegebedürftigen ihr altes Bett von zuhause mitbrächten.

Zur Finanzierung des Transports von 50 Betten nach Ungarn (1.300 Euro) bittet der Verein um eine finanzielle Unterstützung. Ein kleinerer Teil der Betten (ca. 18-20) soll nach Tadschikistan oder Eritrea versendet werden. Auch hierfür bittet der Verein um finanzielle Unterstützung.

Zunächst warb Bärbel Hesping nur bei CDU-Mitgliedern um Unterstützung. Unter anderem CDU-Altstadträtin Hildegard Linke nahm diesen Aufruf gerne wahr, um für Spenden anstelle von Geschenken zu ihrem 85. Geburtstag zu werben: Über 400 Euro kamen dabei zusammen. Auch weitere CDU-Mitglieder folgten dem Aufruf, so dass zumindest der Transport nach Ungarn gesichert zu sein scheint.

Doch der Spendenaufruf zog Kreise und weitere Personen wandten sich an Bärbel Hesping mit einer Spendenanfrage. Dazu führt Hesping aus: „Wenn Sie dafür sorgen wollen, dass die Hockenheimer Betten bedürftigen Menschen zugutekommen, dann freut sich der Verein über jede Spende.“ Sollten mehr Spenden eingehen als für den Bettentransport notwendig sind, dann wird der Verein das Geld für seine anderen Projekte verwenden. Die Vereinshomepage www.konvoi-der-hoffnung.de gibt dazu Auskunft.

Von Seiten der CDU Hockenheim möchte man abschließend darauf hinweisen, dass man keinerlei Vorteile aus dieser Aktion hat, sondern einfach dafür sorgen möchte, dass die Betten eine weitere Verwendung finden.

Info: Spenden an den „Konvoi der Hoffnung e.V.“ können unter dem Stichwort „Betten St. Elisabeth“ getätigt werden bei der
- Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt eG: IBAN DE08 6639 1600 0010 6262 00, BIC: GENODE61ORH
- Sparkasse Karlsruhe-Ettlingen: IBAN DE86 6605 0101 0203 1558 09, BIC: KARSDE66XXX
Bitte die E-Mail oder postalische Adresse angeben, falls eine Spendenquittung erwünscht wird.

« CDU-Antrag umgesetzt: Freiwillig Tempo 40 für mehr Verkehrssicherheit CDU-Fraktion diskutiert Haushalt virtuell »