CDU Hockenheim besucht mit Bevölkerung die Hockenheim-Ring GmbH

Jedes Jahr lädt die CDU Hockenheim die Bevölkerung ein, mit ihr gemeinsam ein Unternehmen in Hockenheim zu besuchen, um das Unternehmen selbst sowie die Personen, die dahinterstehen, kennenzulernen. Dieses Mal stand die Hockenheim-Ring GmbH an und das Interesse war so groß, dass bereits am Tag der Presseankündigung die ersten Plätze auf der Warteliste gefüllt waren.

„Der Erfolg kaum eines anderen Unternehmens in Hockenheim war und ist immer noch so sehr mit dem Wohl unserer Stadt verknüpft“, begrüßte der CDU-Vorsitzende Patrick Stypa die 30 Besucher, worunter sich Bürger befanden, die zwar schon Jahrzehnte in Hockenheim leben, aber bisher noch nie den Hockenheimring von innen gesehen hatten. Im Anschluss an die Begrüßung führte Ivonne Stäcker, die bei der Hockenheim-Ring GmbH für den Bereich Führungen/Tourismus zuständig ist, die Gruppe über das Betriebsgelände und gab zahlreiche Einblicke hinter die Kulissen, sei es beim Besuch der Boxengasse, der Start- und Zielgeraden, der VIP-Loge oberhalb der Südtribüne oder des Siegertreppchens. Damit hatten die Besucher Sebastian Vettel zumindest eine Sache voraus: „Dem aus Heppenheim stammenden Formel-1-Rennfahrer blieb bisher immer der erste Platz auf dem Treppchen verwehrt“, so Stäcker schmunzelnd.

Im Baden-Württemberg Center angekommen, präsentierten die beiden Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH, Jochen Nerpel und Jorn Teske, ihr Unternehmen. 1932 mit einem Motorradrennen eröffnet, sei der Hockenheimring seit nun mehr 90 Jahren ein fester Bestandteil der Stadt Hockenheim. Während dieser ereignisreichen Zeit gab es einige Umbaumaßnahmen: Nach der Eröffnung des Hockenheimrings 1932 wurden bereits 6 Jahre später gravierende Änderungen vorgenommen und aus dem ursprüngliche Dreieckskurs entstand der Kurpfalzring mit großen Teilen seiner typisch ovalen Form. 1966 wurde das zuschauerfreundliche Motodrom eröffnet und seit 2002 und mit Beendigung der letzten Umbauphase der Rennstrecke stehe der Hockenheimring mit knapp 4,6km Länge auch weiterhin für Modernität und Sicherheit einer Grand Prix Strecke.

Nach dem historischen Rückblick von Teske ging Nerpel auf die aktuelle Situation der Hockenheim-Ring GmbH ein. Gerade weil während der Pandemie keine publikumsreiche Veranstaltungen möglich waren, war die Streckenvermietung essentiell. Die Streckenvermietung als „Brot- und Buttergeschäft“ sei dabei nur ein Bestandteil des Produktportfolios: Daneben seien das Sponsoring, die Vermietung von Räumlichkeiten im Baden-Württemberg Center, in der Südtribüne oder im Kongresspavillon, sowie Veranstaltungen wesentliche Bestandteile des Portfolios. Der Werbeslogan „More than racing“ spiegle sich laut den Geschäftsführern auch im Veranstaltungskalender wider: Neben klassischen Motorsportveranstaltungen bereicherten auch Musikveranstaltungen wie das diesjährige Downloadfestival sowie überregional bekannte Sportveranstaltungen wie der BASF-Firmencup die Veranstaltungspalette.

An die Einblicke der Geschäftsführung schloss sich eine Runde mit zahlreichen Fragen an, die sich vor allem um die Formel 1 drehten. „Ich verbinde den Hockenheimring mit dem Motorsport“, sagte eine Teilnehmerin, die sogar schon Jim Clark live auf dem Hockenheimring erlebt hatte. Daran knüpften weitere Gäste an, die sich über die Rückkehr der Formel 1 nach Hockenheim freuen würden. „Wir stehen zum Motorsport, er ist Teil unserer DNA. Aber Antrittsgebühren in zweistelliger Millionenhöhe, welche Länder wie Katar und China bereit sind zu zahlen, um die Formel 1 zu sich zu holen, wollen und können wir in Hockenheim nicht zahlen“ so Nerpel, den sein Kollege Teske ergänzte: „Denn eine Refinanzierung der Antrittsgebühren über die Einnahmen ist nicht möglich.“
Trotz fehlender Formel 1 blickten die beiden Geschäftsführer positiv auf die Gegenwart und die Zukunft. „Bei der Tilgung der Darlehen befinden wir uns im Plan. Nur einmal musste die Tilgung wegen der Coronapandemie ausgesetzte werden“, so Teske. Die Hockenheim-Ring GmbH erwirtschafte „operativ ein sehr sauberes Ergebnis, weswegen wir uns darüber keine Sorgen machen“, antworteten die beiden Geschäftsführer auf eine Frage eines Besuchers. „Um mit den neuen Rennstrecken der Welt auf Augenhöhe bleiben zu können und größere Investitionen zu tätigen, brauchen wir einen Partner“, führten sie weiter aus. Deswegen sei es sehr gut, dass die Gesellschaft unter dem Vorsitz von OB Zeitler laut den Geschäftsführern interessante, intensive und vor allem ernsthafte Gespräche dazu führte.

Nach der intensiven Fragerunde überreichte Stypa den Geschäftsführern Nerpel und Teske sowie Ivonne Stäcker einen Präsentkorb mit fair gehandelten oder regional hergestellten Produkten: „Fast noch schöner als den Hockenheimring zu besichtigen war die Freude von Menschen, als ich ihnen telefonisch mitteilte, dass sie noch von der Warteliste nachgerückt sind“, so Stypa abschließend – nicht ausschließend, dass aufgrund der langen Warteliste es nicht der letzte Unternehmensbesuch auf dem Hockenheimring gewesen sein könnte.

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